================================================== Titel: **Aufnahmegespräch Zwangsstörung Möller** Datum: 20. Februar 2026 Dauer: 0:23:05 Sprache: de Konto: hansueli@alpineai.ch Sitzungs-ID: 91d7e9c5-a7ec-4f09-8f42-de61b2aacb9f ================================================== Therapeut*in: So, grüezi Frau Möller. Grüezi. Haben Sie den Wagen gut gefunden zu uns? Frau Möller: Ja, es war ein bisschen schwierig. Ich musste noch ein bisschen fest umschauen. Therapeut*in: Ja, wir hatten uns ja schon getroffen zum Vorgespräch, da haben Sie ja schon ein bisschen erzählt gehabt, worum das geht und jetzt würden wir miteinander ein Gespräch machen. Für das haben wir etwa eine halbe Stunde Zeit, wo ich einige Fragen an Sie habe und nachher wird Ihnen dann die Pflege noch das Zimmer zeigen, die Station zeigen und dann können Sie in Ruhe ankommen. Okay. Frau Möller: Ist das gut? Das ist gut, ja. Super, okay. Therapeut*in: Frau Möller, mögen Sie nochmal kurz zusammenfassen, wieso Sie sich entschieden haben, es um die Eusen stationär auf dem Tal zu machen? Frau Möller: Ja, es ist eben so. Ich habe ein starkes Problem, dass ich immer auf 15 zählen muss, wenn ich etwas mache. Also, wenn ich zum Beispiel die Türen öffne, zähle ich auf 15, wenn ich mich am Magen anlege, zähle ich auf 15 und ja, das kostet mittlerweile einfach so mega viel Zeit, bis ich aus dem Haus rauskomme und bis ich angelegt bin und beim Duschen auch. Ja, das ist mega schwierig für mich. Und ich glaube, es ist jetzt an einem Punkt, wo ich, ja, ich kann nicht mehr arbeiten, ich kann wie nicht mehr machen, weil das alles so viel Zeit in Anspruch nimmt. Therapeut*in: Mhm, mhm, okay. Sie haben gesagt, beim Duschen, beim Anziehen aus dem Haus, ist das auch, wenn Sie dann beim Arbeiten angekommen sind, ist das dann auch oder ist es wirklich nur zu Hause? Frau Möller: Nein, es ist vor allem zu Hause. Also, beim Arbeiten ist das okay. Einfach, also es ist wie, ja, nur wenn ich zu Hause bin und wenn ich zur Tür rausgehe, dann geht's. Okay, okay. Therapeut*in: Wenn Sie das nicht machen, auf 15 zählen, was passiert dann mit Ihnen? Frau Möller: Dann fühle ich mich einfach ganz schlecht und bin ganz aufgeregt und ich kann die ganze Nacht nicht schlafen, wenn ich das nicht mache. Das ist, ja, das macht mich ganz verrückt. Mhm. Therapeut*in: Seit wann haben Sie das mit dem Zählen? Frau Möller: Angefangen hat das so vor, sagen wir mal, einem halben Jahr. Mhm. Mhm. Und vorher haben Sie gar nichts in die Richtung gehabt? Nein, so stark in dem Sinn nicht, nein. Therapeut*in: Und schwach? Frau Möller: Ja, schwach ist es schon ein bisschen aufgetreten. Also vor allem mit der Türe. Das ist schon so ein bisschen etwas, der Schritt zum Rausgehen aus der Wohnung ist, das war schon immer etwas, was ich mit Zahlen verbunden habe. Aber die Übertragung jetzt aufs Anlegen und aufs Durchziehen, und so, das ist neu für mich. Therapeut*in: Das ist neu, ja. Hat es in den letzten halben Jahren, als Sie gemerkt haben, dass es zugenommen hat, dass es sich übertragen hat, irgendwelche Stressfaktoren gegeben? Irgendwie ein Umzug oder eine Trennung, ein familiäres Ereignis oder beruflich irgendetwas, was spezieller war, als Sie es kennen? Frau Möller: Ja, es hat... Im... In der Arbeit hat es einen starken Wechsel gegeben, es gab neue Leute und ich habe auch immer ein bisschen Mühe mit Wechseln und neuen Leuten. Und ich verstehe mich jetzt auch nicht so gut mit den neuen Leuten, die gekommen sind und vielleicht hat das auch noch ein bisschen eine Auswirkung. Therapeut*in: Sind Sie in ambulanter Therapie? Frau Möller: Ja, ich habe das mal besprochen mit meinem Hausarzt. Der hat mir auch so ein Medikament gegeben. Das heisst... Okay. Adrenalin, das ich seit zwei Monaten nehme. 200 Milligramm und ja, es ist ein bisschen besser geworden, aber noch nicht fest. Okay. Therapeut*in: Und sind Sie bei einer Psychologin oder bei einem Psychologe, bei einem Psychotherapeut? Frau Möller: Nein, das bin ich noch nicht gesehen. Therapeut*in: Okay. Sie wohnen alleine oder zusammen mit Ihrem Partner? Mit meiner Partnerin. Ich wohne ganz alleine. Frau Möller: Kinder oder... Meine Kinder sind schon lange aus dem Haus, die sind schon Mitte 20 Jahre alt, Haustiere habe ich keine. Okay. Wie viele Kinder haben Sie? Therapeut*in: Zwei. Frau Möller: Zwei? Und die sind jetzt wie alt? 25 und 27. Okay. Therapeut*in: Was arbeiten Sie? Ich bin Buchhalterin. Frau Möller: Zu 100%? Ja, zu 100%. Therapeut*in: Ich zähle Sie zu 100%. Frau Möller: Okay. Schon lange in der Firma oder haben Sie auch erst... Sie sind schon lange in der Firma? Ja, ich bin schon 15 Jahre in dieser Firma. Therapeut*in: Haben Sie irgendwelche körperlichen Erkrankungen? Frau Möller: Ich hatte mal eine Knochenoperation. Wann war das? Das war vor etwa sechs Jahren. Ja. Und ich habe mir früher mal beim Skifahren den Arm gebrochen. Mhm. Aber sonst nichts Grösseres. Wann war das mit dem Arm? Das war vor zehn Jahren. Irgendwelche Allergien? Ja, ich bin gegen Erdnüsse allergisch. Wenn Sie Erdnüsse essen, was passiert dann? Dann komme ich wie keine Luft mehr über und ich habe einen kleinen Ausschlag. Therapeut*in: Sodass Sie dann ins Spital müssen? Frau Möller: Ja, wenn es ganz schlimm wird, wenn ich zu viel esse, dann müsste ich schnell etwas Antihistamine nehmen. Okay. Ja. Therapeut*in: Irgendwelche Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Ausser die Erdnüsse kann ich. Nehmen Sie noch andere Medikamente anstatt Sertralin? Frau Möller: Ähm, ich nehme noch ab und zu Hormone. Okay. Für? Äh, für die Menopause. Therapeut*in: Ah, okay. Frau Möller: Schmeckt sie gut? Ja, manchmal ist es mir ein bisschen schwindelig, aber sonst vertrage ich es eigentlich recht gut. Therapeut*in: Sie sind zum ersten Mal in einer Psychiatrie. Das ist korrekt. Das ist korrekt. Rauchen Sie? Nein. Frau Möller: Alkohol? Ab und zu mal ein Gläschen Wein. Therapeut*in: E-HC? Frau Möller: Nein, auch nicht. Therapeut*in: Andere Drogen? Frau Möller: Auch keine. Therapeut*in: Ich werde mir das Anterglöckl füllen. Wie sieht es mit der Konzentration im Moment aus? Frau Möller: Ja... Therapeut*in: Sind Sie durch das Zellen fest abgelenkt? Frau Möller: Ja, das lenkt mich mega fest ab, vor allem auch beim Arbeiten, weil ich täglich mit Zahlen zu tun habe. Und äh... Ja... Ja, das beschäftigt mich schon die ganze Zeit und ich kann mich nicht mehr so gut konzentrieren im Frühjahr. Therapeut*in: Und von den Gedanken merken Sie auch, dass das Zellen und die ganzen Sorgen, haben sie jetzt richtig gezählt, ähm... so ein wenig auch Ihres Denkens einnimmt? Dass Sie vielleicht nicht mehr an all die anderen Sachen denken könnten, die Sie gerne danken würden? Frau Möller: Ja, es ist schon so, dass ich, wenn ich bei der Arbeit bin, immer wieder in Gedanken abschweife. Warum ist das jetzt so schlimm? Warum... Warum fange ich jetzt auch an, andere Dinge zu zählen, wie die Kleidung? Und mache mir einfach auch Sorgen, dass es vielleicht noch schlimmer werden könnte. Mhm... Therapeut*in: Ähm... Von der Stimmung her, wie würden Sie das beschreiben? Gerade in den letzten zwei Wochen, ähm... Wieso... Mir ist alles so ein wenig egal? Oder viel traurig oder sehr viel Angst? Oder... Ähm... Vielleicht auch etwas mühsam? Oder sehr schnell zu wechseln von der Stimmung? Frau Möller: Ich würde sagen, am ehesten Angst. Angst vor allem, dass es schlimmer wird. Dass ich meinen Alltag nicht mehr in den Griff bekomme. Auch Angst davor, was mein Arbeitgeber sagt, wenn ich so spät zur Arbeit komme oder gar nicht zur Arbeit komme. Oder auch Angst, meinen Job zu verlieren. Mhm... Mhm... Therapeut*in: Und so, dass Sie trotzdem aber auch noch Freude können empfinden. Zum Beispiel am Wochenende. Ähm... Oder... Wenn Sie mit Freunden unterwegs sind. Frau Möller: Oder das geht nicht mehr so gut? Ja, das wird auch schwierig. Eher jetzt in der dunklen Jahreszeit, wenn alles so grau und nass ist. Ähm... Das Einzige, was mich ab und zu aufhält, ähm... Sind die schönen Lichter, die man draussen sieht an Weihnachten. Am Morgen aufstehen klingt Ihnen das? Aufstehen ist überhaupt kein Problem. Aber... Es geht dann sofort in... Oh, ich muss zählen. Ich muss zählen. Ich muss zählen. Mhm... Therapeut*in: Neben dem Zählen gibt es noch andere Sachen, die Sie immer wieder mühen machen? Andere Zwänge, die Sie von sich kennen? Frau Möller: Vielleicht ein wenig ein Ordnungszwang. Ich muss auch immer meine Kleider ganz sauber parat haben. Alle Socken zusammen, die ich dann auch durchzähle im Schrank. Das ist alles sehr stark aufgeräumt. Mhm... Und das ist dann auch... Was bringt Sie durcheinander, wenn das mal nicht so ist? Es bringt mich sehr stark durcheinander, wenn meine Putzfrau da war und wieder etwas verstellt hat. Mhm... Oder wenn die Socken nicht alle am gleichen Ort sind, dann fällt mir das sehr schwer. Therapeut*in: Okay... Ähm... Können Sehe gehören oder Schmücken, die andere nicht sehen, hören oder schmücken? Nein, ich glaube nicht. Dass sie sich beobachtet fühlen. Dass sie verfolgt werden. Frau Möller: Hm... Also daheim nicht, ähm... Manchmal ist es schon unheimlich draussen dann auf dem Weg zur Arbeit jetzt gerade wenn es so früh dunkel wird. Therapeut*in: Okay, mehr wenn es so ein wenig dunkler ist. Ja. Aber dass Sie immer das Gefühl haben, dass Sie verfolgt werden? Frau Möller: Nein, das nicht. Das nicht. Therapeut*in: Dass Sie auserwählt sind für etwas ganz Besonderes? Frau Möller: Ähm... Nein, ich glaube nicht. Therapeut*in: Mhm... Und dass Sie das Gefühl haben, dass gewisse Nachrichten in der Zeitung oder im Radio wie an Sie bestimmt sind? Dass das so eine geheime Botschaft ist an Sie? Frau Möller: Hm... Also was mir immer auffällt, die Zahl 23 ist meine absolute Lieblingszahl und es fällt mir immer wieder auf wenn ich irgendwo bin. Dass diese Zahl vermehrt auftritt. Ich wohne auch in einer Wohnung mit der Nummer 23. Hm... Und die Zahl fasziniert mich sehr. Mhm... Therapeut*in: Ähm, dass Sie das Gefühl haben, dass Sie sich von aussen beobachten als wären Sie wie in einem Film? Frau Möller: Ja, manchmal habe ich das Gefühl, ich bin wie in einem Computerspiel. Ich bin oder werde geleitet von anderen wie in einem Spiel. Therapeut*in: Wie sieht es aus mit dem Schlafen? Können Sie gut einschlafen und durchschlafen? Frau Möller: Ich muss auch dort... Zum einen hilft mir das Schlafen das Zählen sehr gut, etwas was mich ja den Tag über auch beschäftigt und ich zähle mich in den Schlaf. Therapeut*in: Mhm... Das heisst, wenn Sie nicht richtig zählen, dann geht es mit dem Einschlafen auch länger? Frau Möller: Ja, dann muss ich immer von vorne wieder anfangen mit Zählen. Wie sieht es aus mit Appetit? Ja... Auch... Ich würde sagen... Mehr oder weniger? In den letzten Wochen ist es eher weniger geworden. Ich habe nicht so viel Hunger. Haben Sie an Gewicht verloren? Ich denke schon, die Hosen sind etwas lockerer geworden. Therapeut*in: Sozialen Rückzug machen Sie immer noch gleich viel mit Freunden, Bekannten? Ähm... Oder hat das jetzt abgenommen? Oder ist es mit dem Zwang stärker geworden? Frau Möller: Es hat abgenommen. Meine Kinder haben auch weniger Zeit für mich und mein Partner ist schon lange nicht mehr am Leben und meine Freundinnen in der Weihnachtszeit haben auch weniger Zeit, aber ich möchte... Ja... Ich versuche auch mich ein bisschen mehr mit mir selber zu beschäftigen. Therapeut*in: Ja... Ist dann... Würden Sie eher sagen... Wie von aussen bedingt. Sie haben jetzt gesagt, die Kinder haben weniger Zeit, sie haben keinen Partner mehr, die Kolleginnen haben weniger Zeit... Sie würden gerne und würden auch etwas mit ihnen machen, wenn sie Zeit hätten oder wäre das auch schwieriger wegen dem Zwang? Frau Möller: Das wäre sicher schwierig. Ich möchte auf keinen Fall, dass meine Kinder erfahren, dass ich immer zählen muss. Mhm... Gehen Sie da ein bisschen aus dem Weg? Ja... Ich glaube, ich gehe dem etwas auch aus dem Weg, ja. Okay... Therapeut*in: Sie haben vorhin gesagt, Ihr Lebenspartner sei gestorben. Frau Möller: Ja... Wann ist er gestorben? Das war vor sechs Jahren bei einem Autounfall. Therapeut*in: Hatten Sie dort schon erzählt oder hat es nachher angefangen oder würden Sie das gar nicht in Verbindung bringen? Frau Möller: Zu der Zeit habe ich noch nicht angefangen zu erzählen und vorher sicher mit der Zeit, während der Zeit mit ihm auch nicht. Okay... Therapeut*in: Es gibt Menschen, welche sich nicht so gut fühlen, weil sie sich nicht so gut fühlen und wenn sie unter starker Anspannung sind, dass sie teilweise dazu tendieren, sich selber zu verletzen. Ist das etwas, was Sie kennen? Frau Möller: Nein... Bisher nicht. Therapeut*in: Es gibt auch Menschen, welche, wenn sie sehr stark belastet sind, Gedanken entwickeln, wie nicht mehr da sein wollen, einen Pauseknopf drücken wollen, bis alles aufhört, bis hin zu Gedanken, nicht mehr leben zu wollen. Ist das ein Gedanke? Einer von diesen? Frau Möller: Der Pauseknopf... Ja, vielleicht. Ich möchte einfach, dass es endlich aufhört, dass ich zählen muss und immer wieder zähle. Aber ich lebe ja eigentlich gerne. Therapeut*in: Okay... Thema Aggressivität, ist das etwas, was Sie von sich kennen, dass Sie auch sehr aggressiv werden könnten? Frau Möller: Gar nicht, nein. Therapeut*in: Okay... Während der Behandlung kann es dazu kommen... Ja... ...dass die ganze Belastung steigt. Das ist eigentlich sehr typisch. Da wäre so etwas extrem wichtig, wenn Sie merken würden, dass diese Gedanken stärker werden würden. Mit dem Pauseknopf oder sogar umschwingend, dass Sie sich fragen, ob Sie noch weiterleben möchten, dass Sie uns das mitteilen, damit wir Sie da gut unterstützen können. Frau Möller: Und das ist in Ordnung für Sie. Können Sie nicht einfach den Pauseknopf für mich drücken, damit ich nur mehr zähle? Therapeut*in: Wenn ich das könnte, dann müsste... braucht die Psychiatrie gar nichts mehr. Das geht leider nicht. Ich glaube wir müssen zuerst miteinander genau hinschauen, was überhaupt die Zelle für eine Funktion hat und dann miteinander schauen, da geht es dann ganz viel ums Trainieren und das ist dann so anspruchsvoll an der Therapie. Und wenn man sich dann anschaut, wie sieht die Zelle aus, wie sieht die Zelle aus? Und wenn man sich dann anschaut, wie sieht die Zelle aus? Dann muss man einfach nicht mehr zählen. Und dann schauen, was passiert. Das wird am Anfang sehr anstrengend. Sie sagen selber, sie fühlen sich dann schlecht aufgeregt, können nicht mehr so gut schlafen und fühlen sich so verrückt. Das wird am Anfang so sein und mit der Zeit werden Sie merken, dass das unangenehme Gefühl immer mehr weggeht, wenn wir das miteinander unterbinden, dass Sie nicht mehr zählen. Das ist das Anspruchsvolle von der Therapie. Diese Arbeit kann man auch machen. Das kann ich Ihnen leider nicht abnehmen, aber mich können Sie unterstützen. Frau Möller: Okay, immerhin. Therapeut*in: Gut, haben Sie gerade noch Fragen? Frau Möller: Wie geht es jetzt weiter? Therapeut*in: Was passiert jetzt? Jetzt frage ich, ob Sie noch Fragen haben. Dann frage ich noch, ob ich irgendetwas Wichtiges vergessen habe zu fragen, was Sie noch gerne erwähnen möchten. Und dann würde ich nachher die Pflege übernehmen und würde Ihnen die Station zeigen, das Zimmer zeigen. Dann können Sie uns beziehen. Und morgen werden wir die erste Einzeltherapie im Mittelland haben und dann wird die Pflege mit Ihnen schauen, welche Gruppenangebotssignale Sie nutzen möchten. Und dann starten wir in die Behandlung. Wie lange muss ich denn da bleiben? Wir planen, dass Sie auf etwa sechs Wochen ausgerichtet sind. Sie sind krankgeschrieben, bekommen noch das Zeugnis, das Sie dem Arbeitgeber geben können und dann schauen wir, wie weit wir kommen in diesen sechs Wochen. Frau Möller: Und das zahlt dann die Krankenkasse für mich? Ja, das zahlt die Krankenkasse. Und wie ist es mit dem Arbeitgeber? Ich möchte ja nicht, dass der Arbeitgeber solche Sachen weiss. Therapeut*in: Das entscheiden Sie selber, was Sie am Arbeitgeber mitteilen möchten. Sie bekommen von uns einfach ein Zeugnis, in dem steht, dass Sie krankgeschrieben sind für sechs Wochen. Frau Möller: Aber der braucht mich doch. Therapeut*in: Ich muss doch den Jahresabschluss machen. Ich glaube, Frau Müller, Sie haben sich ja dazu entschieden, um jetzt hier diese stationäre Aufenthaltsmache zu machen. Und so wie ich das herausgehört habe, sind Sie doch sehr fest am Leiden. Und wenn wir jetzt mal durchdenken, wenn wir jetzt gar nichts machen und Sie einfach wieder nach Hause gehen und in dem drinnenbleiben, wie Sie aktuell drinnen sind. Was meinen Sie? Würden Sie es dann schaffen, um das, was Sie jetzt denken, den Arbeitgeber zu leisten oder auch zu erfüllen? Frau Möller: Nein, das wäre wahrscheinlich schwierig. Aber ich habe natürlich schon gedacht, dass das nicht so lange dauert, sechs Wochen, sondern dass ich vielleicht das Pillenlikör nehme und nach zwei Wochen ist wieder gut. Das funktioniert leider nicht. Okay. Haben Sie sonst noch Fragen? Nein, sonst ist es, glaube ich, gut. Therapeut*in: Sonst ist es für den Moment gut. Super. Dann würde ich nämlich gerade Herrn Mayer übergeben. Dann würde er Ihnen die Station zeigen. Danke vielmals. Sehr gerne. Adieu Frau Müller. Adieu.